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Bronchitis

Eine Bronchitis ist die Entzündung der Schleimhaut in den unteren Atemwegen, den Bronchien. Je nach Schwere und Dauer gibt es zwei Formen: Die akute Bronchitis tritt plötzlich und meist kurz auf, die chronische Bronchitis hält sehr lange an.

Akute Bronchitis oder chronische Bronchitis?

Bei einer akuten Bronchitis sind die Schleimhäute der Bronchien akut entzündet. Typisches Symptom ist Husten mit Auswurf von Schleim („produktiver Husten“). Weitere Anzeichen können sein:

  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Die akute Bronchitis lässt sich unterteilen in:

  • obstruktive Bronchitis
  • spastische Bronchitis und 
  • Tracheobronchitis 

Sie tritt auch gemeinsam mit Entzündungen des Kehlkopfs, der Laryngitis, und der Luftröhre, der Tracheobronchitis, auf: Die Bronchialschleimhaut schwillt an und eine obstruktive Bronchitis entsteht. Verkrampft sich die Muskulatur der Bronchien, spricht man von einer spastischen Bronchitis. Der Durchmesser von Kinderbronchien ist von Natur aus kleiner. Daher sind bei kleinen Kindern verengte Bronchien schwerwiegend. Ausführliche Informationen zur Bronchitis bei Kindern finden Sie hier.

Tritt über einen sehr langen Zeitraum Husten vor allem morgens und mit schleimigem Auswurf auf, sind dies Zeichen für die chronische Bronchitis. Sie zählt mit 15 - 25 Prozent zu den häufigsten Erkrankungen. Ausgelöst wird die chronische Bronchitis meist durch:

  • langjähriges Rauchen
  • regelmäßig eingeatmeten Feinstaub
  • chemische Reizstoffe am Arbeitsplatz oder
  • nicht ausgeheilte, akute Bronchitis.

Besonders oft erkranken Menschen mit geschwächtem Immunsystem an chronischer Bronchitis. 

Die chronische Bronchitis bleibt meist lebenslang bestehen. Wird die chronische Bronchitis nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich schleichend verschlimmern und daraus eine chronisch-obstruktive Bronchitis entstehen. Die Atemwege sind dann dauerhaft verengt. Die chronisch-obstruktive Bronchitis entwickelt sich durch Medikamente nur teilweise zurück. Verengte Atemwege stellen sich bei etwa jeder fünften Person mit chronischer Bronchitis ein. Der Übergang zu Asthma ist fließend.

Akute Bronchitis

In der Allgemeinarztpraxis gehört sie zu den häufigsten Diagnosen. Die Symptome können Betroffenen stark beeinträchtigen. Sie ist sehr häufig Grund für Krankschreibungen.  Die Symptome gehen innerhalb weniger Tage bis zu zwei Wochen zurück. Ein trockener Reizhusten kann über mehrere Wochen anhalten. Wird eine akute Bronchitis rechtzeitig behandelt, heilt sie auch bei Säuglingen und Kindern ohne Folgen aus und ist ungefährlich.

Die Ursachen einer akuten Bronchitis

Eine akute Bronchitis wird in über 90 - 95 Prozent der Fälle durch Viren ausgelöst, und nur selten durch Bakterien. Diese Erreger verursachen Erkältungskrankheiten. Sie erreichen zuerst den Nasen-Rachen-Raum. Dann können sie sich in tiefere Abschnitte der Luftwege ausbreiten.

Eine Bronchitis trifft Menschen in jedem Alter – allen voran Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Besonders anfällig sind Raucher, Personen mit Vorerkrankungen der Atemwege, Diabetes oder anderen Leiden. Vermehrt trifft es Menschen, die viel in Kontakt zu anderen sind.

Die Bronchitis wird wie die meisten Infektionen der Atemwege über die „Tröpfcheninfektion“ übertragen. Beim Husten können sich die auslösenden Viren über die Luft ausbreiten. Eine akute Bronchitis ist daher ansteckend. 

Die Symptome der akuten Bronchitis gehen meistens innerhalb weniger Tage bis zu zwei Wochen zurück. Ein trockener Reizhusten kann bei einer Bronchitis jedoch auch noch über mehrere Wochen anhalten. 

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An welchen Symptome erkenne ich eine akute Bronchitis?

Eine akute Bronchitis beginnt oft im Nasen- und Rachenraum. Sie äußert sich mit Symptomen wie Halskratzen und Schnupfen. Später kommt es zu trockenem Reizhusten. Der kann im Brustbereich sehr schmerzhaft sein. Die Entzündung geht im Verlauf zu ausgeprägter Schleimbildung mit produktivem Husten über.

Betroffene Patienten klagen oft über allgemeines Unwohlsein, sowie Abgeschlagenheit und leiden häufig unter leichtem Fieber, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Aber auch Heiserkeit, Nachtschweiß, Schmerzen in den Bronchien und Brustschmerzen und verschleimte Bronchien werden geschildert. Im Unterschied zu einer Grippe mit einem abrupten Beginn beginnen die Bronchitis-Symptome eher langsam und schleichend.

Mehr zu den Symptomen bei einer akuten Bronchitis erfahren

Wie ist der Verlauf einer akuten Bronchitis?

Verlauf der Symptome einer akuten Bronchitis

Eine Erkältungserkrankung steht meist am Anfang einer akuten Bronchitis. Am Beginn treten die typischen Erkältungsbeschwerden auf wie Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden aber auch Schnupfen und Abgeschlagenheit. Manchmal wird auch eine erhöhte Temperatur oder Fieber – eine Temperatur über 38,5 Grad im After gemessen.

In der Folge stellt sich ein trockener Reizhusten ein, der nachts und morgens nach dem Aufstehen verstärkt auftritt. Er ist oft von Brustschmerzen begleitet. Nach und nach bildet sich durch die Abwehrreaktion des Körpers Schleim in den Bronchien. Dieser wird zunehmend dicker und Betroffene husten ihn als zähflüssigen Schleim ab. Dieser Husten mit Auswurf ist das typische Symptom einer akuten Bronchitis.

Sind die Bronchien in ihrer Abwehr durch die Virus-Bronchitis geschwächt, können sich auf dem gebildeten Schleim zusätzlich Bakterien ansiedeln. Dann kann eine Sekundär- oder Superinfektion entstehen. Bakterien befallen vorwiegend bereits angegriffene Bronchien. Eine akute Bronchitis sollte nicht verschleppt werden.

Halten die Beschwerden länger als sieben Tage an oder werden sie stärker, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Eine sichere ärztliche Diagnose setzt eine sorgfältige Untersuchung voraus. Zunächst wird die Krankheitsgeschichte abgefragt und der Mund- und Rachenraum auf Hinweise auf einen vorangegangenen grippalen Infekt überprüft. Ein Abklopfen und Abhören der Lunge liefert Informationen über Ort und Ausbreitung der Entzündung. Schwere Krankheitssymptome erfordern unter Umständen weitergehende Untersuchungen. Dazu zählen Röntgenaufnahmen oder eine Blutuntersuchung, um einen Befall von Kiefern- oder Stirnhöhlen oder auch eine Lungenentzündung oder Asthma auszuschließen.

Wie sollte die Behandlung einer akuten Bronchitis aussehen?

Über einen Lebensstil mit vitaminreicher Ernährung und ausreichend Schlaf stärken wir unsere Immunabwehr. Altbewährte Maßnahmen und Hausmittel unterstützen die Behandlung, wenn es uns doch mal erwischt hat. Dann helfen zum Beispiel:

  • Körperliche Ruhe, Sport vorübergehend pausieren, bei Fieber Bettruhe
  • Nicht rauchen
  • Ausreichend trinken - am besten Wasser und ungesüßte Tees - hilft, festsitzenden Schleim zu verflüssigen. 
    Hinweis: Bei einer Herz- oder Nierenerkrankung bitte die Trinkmenge mit einem Arzt absprechen.
  • Wadenwickel bei erhöhter Temperatur und leichtem Fieber oder fiebersenkende Mittel.
    Fieber als Teil der körpereigenen Abwehrreaktion muss jedoch nicht grundsätzlich gesenkt werden.

Hustenstillende Mittel (Antitussiva) sollen quälenden Hustenreiz kurzfristig unterdrücken können. Insbesondere nachts ist dies relevant, um Schlaf zum Regenerieren zu finden. Schleimlösende Mittel (Expektoranzien) können den Schleim verflüssigen und das Abhusten aus den Bronchien erleichtern. Mit symptomlindernden Mittel fühlen wir uns besser. Sie mildern bestimmte Beschwerden, dienen aber nicht der Behandlung der Ursachen des Infekts und können ihn nicht direkt heilen. Zentral bedeutsam ist es die Auslöser zu behandeln. In 90 - 95 Prozent der Fälle wird eine akute Bronchitis durch Viren ausgelöst. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und sind gegen Viren wirkungslos. 
Antiinfektiva werden gegen Infektionskrankheiten eingesetzt. Es muss kein chemisch/synthetisches Arzneimittel sein, es gibt auch pflanzliche Arzneimittel wie den Spezialextrakt aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie.
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