Die Artischocke ist eine distelartige und kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Ernte der Blütenköpfe erfolgt, wenn diese noch geschlossen sind und die äußeren Schuppen ein wenig abstehen. Wenn nicht geerntet wird zeigt sich eine große violette Blüte. Die unteren Teile der Blütenhüllblätter und die ebenfalls fleischigen Blütenböden werden gekocht oder roh gegessen.
Die Artischocke wurde 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.
Wirkung:
Medizinisch verwendet werden die Blätter.
Sie enthalten Bitterstoffe und das Chinasäurederivat Cynarin.
Eine Gallenfluss fördernde Wirkung ist gesichert.
Anwendung:
Zur Anwendung kommt Frischpflanzenpresssaft, Teezubereitungen aus getrockneten Pflanzenteilen, Extrakte und Tinkturen. Artischocke ist als Bestandteil zahlreicher Fertigpräparate aus der Gruppe der Leber- und Gallemittel in Form von Trockenextrakten, Frischpflanzenpresssaft oder alkoholischen Extrakten im Handel.
Die mittlere Tagesdosis liegt bei 6 Gramm.
Artischocken dienen auch zur Herstellung verschiedener Liköre und Magenbitter.
Wichtige Hinweise:
Nicht verwenden bei bekannten Allergie gegen Artischocken und andere Korbblütler. Bei Gallensteinleiden vorher den Arzt konsultieren.