Posttraumatische Schwellungen, Keratolytikum, Adjuvans bei Weichteilentzündungen mit Ödembildung
Beschreibung:
Die Ananas ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bromeliengewächse. Ursprünglich in Amerika beheimatet wird sie heute weltweit in den tropischen Gebieten als Obstpflanze angebaut.
Die Ananas ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten der Bromeliengewächse, die epiphytisch wachsen, wurzelt die Ananas im Boden. Ihre harten, bis 80 cm langen Blätter sind in rosettenförmig angeordnet. In der Mitte reift die Frucht an einem etwa 30 cm langen Fruchtstiel.
Wirkung:
Medizinisch verwendet werden Sprossachsen der Pflanze.
Wirksamer Inhaltsstoff ist das Enzymgemisch Bromelain.
Das gewonnene Extrakt hat eine abschwellende, entzündungshemmende und die Thrombozytenaggregation hemmende Wirkung.
Gesundheitlich wertvoll sind auch Fruchtfleisch und -saft. Auch sie enthalten Bromelain. Daneben ist die Ananasfrucht reich an Vitaminen (C, B1, B2, Nicotinamid) und Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Jod).
Anwendung:
Bromelain wird im Magen weitgehend zerstört. Für die Therapie werden magensaftresistente Tabletten oder Kapseln eingesetzt.
Die Tagesdosis liegt zwischen 80 und 240 mg Bromelain, die auf 2 - 3 Einnahmen verteilt wird. Eine Behandlung dauert in der Regel nicht länger als 8 - 10 Tage.
Wichtige Hinweise:
Bromelain hemmt die Blutgerinnung. Es sollte nicht mit anderen blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln genommen werden, da sich die Wirkung verstärkt. Eine gleichzeitige Einnahme mit ausgewählten Antibiotika wie Tetracycline oder Penicilline erhöht deren Konzentration im Blut. In diesen Fällen ist eine Rücksprache bei beim Arzt sinnvoll.
Bromelainhaltige Zubereitungen können zu Magenunverträglichkeiten und/oder Durchfall führen.