Aloe barbadensis / -capensis (botanischer Name) | Barbados-Aloe / Kap-Aloe; Aloe Vera (Name im Volksmund)

Anwendungsgebiet:

Innerlich gegen Verstopfung, äußerlich bei oberflächlichen Hautverletzungen

Beschreibung:

Bereits im alten Ägypten wurde Aloe vera als Nutzpflanze angebaut.  Wie dem Namen schon zu entnehmen ist kommt die Kap-Aloe aus Südafrika, die Barbados-Aloe findet sich in Westindien, der Karibik und dem subtropischen Amerika.

Sie bildet dickfleischige, bis zu 50 cm lange Blätter in dichten Rosetten aus. Am Blattrand sitzen 2 mm große Zähne in regelmäßigen Abständen. Der Blütenstand kann bis zu 1 m hoch werden. Die gelben Blüten sitzen in Trauben. Der Saft der Blätter ist honigfarben.

Alle wild wachsenden Aloe-Arten unterstehen dem Artenschutz!

Wirkung:

Verwendet wird der eingedickte Zellsaft.

Medizinisch wirksam sind die Anthranoide. Sie wirken durch eine Volumenzunahme des Darminhalts und einer dadurch herbeigeführten Anregung der Darmperistaltik stark abführend.

Dem aus dem Mesophyll der Blätter von Aloe barbadensis gewonnenen Aloe-vera-Gel werden entzündungshemmende, wundheilende und Hautfeuchtigkeit haltende Wirkungen zugesprochen. Deren Nachweis steht noch aus.

Anwendung:

Zur Anwendung kommen Aloepulver, wässrige, wässrig-ethanolische Trocken-, Dick- und Fluidextrakte sowie methanolische Trockenextrakte zum Einnehmen. Die durchschnittliche Tagesdosis liegt bei 20 - 30 mg Hydroxyanthracenderivate, berechnet als wasserfreies Aloin. Die Anwendung beschränkt sich auf 1-2 Wochen.

Wichtige Hinweise:

Hochdosierte Anwendung oder chronischer Gebrauch bewirken eine Störung des Elektrolythaushalts,  insbesondere Kaliumverluste.

Schriftgröße