Centaurium erythraea (botanischer Name) | Fieberkraut, Gallkraut (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet:
Entsprechend Kommission E: Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen.
Volksheilkunde: Leber- und Galleleiden, früher auch Wurmbefall und Fieber. Homöopathie: Magenbeschwerden.
Beschreibung:
Die Pflanze gehört zur Gattung der Enziangewächse. Man findet die Pflanze bis zu einer Höhe von 1400 Metern.
Das ein- bis zweijährige Tausendgüldenkraut kann bis zu 50 cm hoch werden. Seine Grundblätter bilden eine Rosette. Die am hohlen Stängel wachsenden Blätter sind ganzrandig und kreuzgegenständig. Der Blütenstand hat die Form einer lockeren Trugdolde mit rosafarbenen, sehr selten weißlichen Blüten. Die Einzelblüten öffnen sich nur bei Sonnenschein.
Bereits im antiken Griechenland kannten und schätzten Ärzte die Heilkraft des Tausendgüldenkraut. Es hat seine Bedeutung vor allem als Magenmittel nie verloren. In der Ukraine z.B. wird ein Branntweinaufguss aus Tausendgüldenkraut und Johanniskraut hoch geschätzt.
Das Tausendgüldenkraut gehört zu den geschützten Arten und wurde 2004 vom NVH Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
Wirkung:
Verwendet werden die getrockneten oberirdischen Teile, das Tausendgüldenkraut (Centaurii herba).
Therapeutisch verwendet werden Zubereitungen wie der ethanolische Tausendgüldenkrautflüssigextrakt oder Aufgüsse des fein zerschnittenen getrockneten Krauts als Tee, der eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten einzunehmen ist.
Dosierung: 6 g getrocknetes Kraut am Tag, oder 1-2 g Extrakt
Homöopathische Zubereitungen mit Tausendgüldenkraut sind ebenfalls erhältlich.