Agropyron repens (botanischer Name)

Anwendungsgebiet:

Gemäß Kommission E: Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Vorbeugung gegen Nierengrieß.

Beschreibung:

Die Quecke gehört zur Familie der Süßgräser. Sie ist nahezu weltweit verbreitet. Als Pionierpflanze dringt sie in nicht besiedelte Bereiche vor.

Die Quecke ist eine ausdauernde Pflanze, ca. 20-150 cm hoch, die zum Ärger der Landwirtschaft lange und schwer zu beseitigende Ausläufer des Wurzelstocks bildet. Die Stängel sind aufrecht. Ihre Blätter sind grasartig, länglich und schmal mit glatten Blattscheiden. Die meist kurzen Ähren haben zwei 6 - 11 mm lange, kurzbegrannte Hüllspelzen am Grund und bis zu sechs Blüten tragende, 8 - 11 mm lange Deckspelzen.

Wirkung:

Arzneilich verwendet wird der Queckenwurzelstock (Graminis rhizoma) mit Wurzeln und kurzen Stängelabschnitten sowie Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Wirksame Inhaltsstoffe sind Saponine und ätherisches Öl, das eine antimikrobielle Wirkung aufweist.

Anwendung:

Abkochungen der zerkleinerten Pflanzenteile sowie andere galenische Zubereitungen. Queckenextrakte sind Bestandteil von Fertigpräparaten zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfektionen. Bei Durchspülungstherapien sollte auf reichliche Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Mittlere Tagesdosis: 6-9 g Queckenwurzelstock.

Wichtige Hinweise:

Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit.

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