Carum carvi (botanischer Name) | Wiesenkümmel (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet:
Entsprechend Komission E: (leicht krampfartige) Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl. In der Volksmedizin wird Kümmel als muttermilchbildendes Mittel betrachtet.
Beschreibung:
Der Kümmel gehört zur Familie der Doldenblütler. Er kommt in fast ganz Europa als meist zweijährige Pflanze vor.
Kümmel erreicht im Durchschnitt eine Höhe von 30-100 cm. Er besitzt eine fleischige, spindelförmige Pfahlwurzel, die etwa 20 cm lang ist. Der kahle, geriefte Stängel ist aufrecht und vom Grunde an ästig. Die Grund- und die Stängelblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, unbehaart und weisen eine deutliche Scheide auf. Haupt- und Seitenäste enden in einer Doppeldolde aus 8 bis 16 Doldenstrahlen mit vielen weißen Einzelblüten. In der Reife spaltet sich die kleine Frucht in zwei Teilfrüchte.
Wirkung:
Arzneilich verwendet werden die reifen, getrockneten Kümmelfrüchte (Carvi fructus) und das aus den reifen Früchten gewonnene ätherische Kümmelöl (Carvi aetheroleum).
Kümmel enthält ätherisches Öl (v.a. D-Carvon), Fettsäuren und Gerbstoffe und hat eine krampflösende, blähungstreibende und antimikrobielle Wirkung.
Anwendung:
Therapeutisch verwendet werden der getrocknete Kümmel und das Kümmelöl sowie deren galenische Zubereitungen. Kümmel eignet sich für Aufgüsse und ist Teil von Fertigteemischungen.
Die Tagesdosis liegt für die Kümmelfrucht bei 1,5-6,0 g und das Kümmelöl bei 3-6 Tropfen.
Kümmelöl findet sich auch in Fertigarzneimitteln wie ENTEROPLANT®.