Ribes nigrum (botanischer Name) | Wanzenbeere (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet:
Es liegt keine Bewertung durch die Kommission E vor.
In der Volksmedizin werden die Blätter und ihre Zubereitungen bei Durchfall, krampfartigem Husten, rheumatischen Erkrankungen und Insektenstichen verwendet. Die Beeren kommen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum zum Einsatz.
Beschreibung:
Die Schwarze Johannisbeere wird bis zu 2 m hoch und gehört zur Familie der Stachelbeergewächse. Man findet sie in Europa und Asien in Bruch- und Auenwäldern. Als Nutzpflanze wird sie auch kultiviert.
Die schwarze Johannisbeere ist ein kräftiger Strauch mit unangenehmem Geruch. Ihre junge Zweige sind hell berindet und behaart. Die großen, wechselständigen, 3- bis 5-lappigen, gestielten Blätter sind rundlich und grob doppelt gesägt. Auf der unteren Seite sind sie behaart und haben gelbliche Harzdrüsen. Die Johannisbeere blüht in vielblütigen Trauben, wobei jede Einzelblüte aus einem lanzettförmigen, behaarten Tragblatt entspringt. Der glockige Blütenkelch ist behaart und drüsig punktiert. Die grünlich weißen, hängenden Blüten bestäuben sich selbst. Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich eine mehrsamige, kugelige, schwarze Beere.
Wirkung:
Verwendet werden die Blätter (frisch oder getrocknet) und die frischen Früchte sowie der daraus gewonnene Saft.
Die Blätter enthalten Flavonoide, Proanthocanidine, Phenolcarbonsäuren, Vitamin C und in Spuren ätherisches Öl. In den Beeren finden sich Flavonoide, Anthocyane, Phenolcarbonsäuren Fruchtsäuren, viel Vitamin C, Invertzucker und Pektine. Die Samen enthalten gamma-Linolsäure haltiges fettes Öl.
Die Früchte sollen eine verdauungsregulierende und entzündungshemmende Wirkung haben. Den Blättern schreibt man eine schweißtreibende, harntreibende und adstringierende Wirkung zu.
Anwendung:
Heilwirksam eingesetzt werden innerlich der Saft der Früchte und deren Aufguss sowie Aufgüsse und Abkochungen der Blätter. Als Hand- und Fußbäder oder Gurgelwasser werden letztere auch äußerlich angewendet. Frische Johannisbeerblätter sollen auf Insektenstichen lindernd wirken.
Wichtige Hinweise:
Keine Anwendung bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit.