Potentilla anserina (botanischer Name) | Grensel, Silberkraut (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet
Entsprechend Kommission E: Unspezifischer, akuter Durchfall; leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut; leicht schmerzhafte Regelblutungen.
Beschreibung
Das Gänsefingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse. Ausgenommen des Mittelmeerraums kommt das Kraut in ganz Europa vor. Stark verbreitet ist das Gänsefingerkraut an Fluss- und Seeufern, Wegrändern und Miststätten.
Es handelt sich um eine mehrjährige Staude, bei der aus einer dicken Erdknolle ein lang kriechender Stängel mit den unterbrochen gefiederten, silbrig schimmernden Blättern entspringt. Die Blüten stehen einzeln, sie sind langgestielt und goldgelb. Blütezeit ist von Mai bis August.
Wirkung
Verwendeter Bestandteil ist das während oder kurz vor der Blüte gesammelte Kraut (Potentillae ansernae herba).
Wirksame Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Tormentosid, Phytosterole, Flavonoide und Anthocyane.
Zu seinen Wirkungen zählt ein adstringierender, blutstillender, entzündungshemmender Effekt. Die Kommission E bestätigt auch eine Tonus- und Kontraktionsfrequenzsteigerung beim Uterus im Tierversuch.
Anwendung
Aufgüsse und Abkochungen aus dem getrockneten und zerkleinerten/pulverisierten Kraut und andere galenische Zubereitungen in wirksamer Dosierung zur Einnahme.
Für einen Aufguss setzt man 1 TL Kraut zunächst mit 1 Tasse kaltem Wasser 3-5 Stunden an, dann kurz aufkochen und abseihen. 1-2 Tassen am Tag trinken. Als Gurgelwasser unterstützt er die Heilung von Hals- und Zahnfleischentzündungen.
Die mittlere Tagesdosis liegt bei 4-6 g des Krauts.
Wichtige Hinweise
Die Beschwerden bei Reizmagen könnten verstärkt werden.