Althaea officinalis (botanischer Name) | Heilwurz (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet:
Entsprechend Kommission E: Anwendung der Blätter bei Entzündungen im Mund und Rachenraum verbunden mit Reizhusten; die Wurzel kann zusätzlich auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut eingesetzt werden.
Beschreibung:
Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse. Sein Verbreitungsgebiet ist Europa, Westasien und die Kaukasusregion. Er bevorzugt feuchte Wiesen und salzhaltige Böden.
Eibisch wird bis zu 1,50 m hoch und hat samtig behaarte, dicke, wechselständig stehende Blätter mit einem seidigen Glanz. Sie sind 6 - 12 cm lang und zwischen 3 und 8 cm breit. Die hellrosa Blüten stehen auf kurzen Stielen in den Blattachseln oder am Stängelende.
Wirkung:
Medizinisch verwendet werden vor allem die Wurzel (Altheae radix), aber auch die Blätter (Altheae folium).
Beide enthalten große Mengen an Schleimstoffen, die Wurzel mehr als die Blätter. Diese verleihen Eibisch eine reizlindernde und hustenstillende Wirkung, in dem die Aktivität der Flimmerhärchen in den Bronchien gesenkt wird. Die Wurzelwirkstoffe regen die Phagozytose an, was zu einer gewissen Entzündungshemmung führt.
Anwendung:
Zur Anwendung kommen getrocknete Blätter und Wurzel zerkleinert für wässrige Auszüge oder andere galenische Zubereitungen. Die mittlere Tagesdosis liegt bei 5 g (Blätter) oder 6 g (Wurzel). Bei Atemwegsentzündungen kann auch Eibischsirup aus der Wurzel (10 g pro Einzeldosis) innerlich angewendet werden.
Wichtige Hinweise:
Die Resorption anderer, gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann verzögert werden.
Bei der Verwendung von Eibischsirup müssen Diabetiker den Zuckergehalt berücksichtigen. Bei Fertigpräparaten werden in der Regel die Broteinheiten vom Hersteller ausgewiesen.