Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse. Seine Heimat ist in West-, Mittel- und Südeuropa und Teile Westasiens.
Die nicht blühenden Triebe der holzigen, immergrünen Pflanze klettern mit Hilfe von Luftwurzeln oder kriechen flächig in die Breite. Die dunkelgrünen Laubblätter nicht blühender Zweige sind meist 3- bis 5-eckig gelappt und in der Regel weiß geadert. Blühende Zweige haben dagegen Blätter von einer ganzrandigen, länglichen Form. Die unspektakulären, gelblichgrünen Blüten stehen in kugeligen Halbdolden. Die Früchte sind im unreifen Zustand rötlichviolett, später dann in der Reife blauschwarz.
Wirkung:
Verwendet werden die Blätter des Efeus (Hederae helicis folium). Sie enthalten Saponine, Kaffeesäurederivate und Flavonoide.
Dokumentiert sind husten- und schleimlösende, krampflösende und bronchienerweiternde Wirkungen. Efeu ist auch haut- und schleimhautreizend.
Anwendung:
Zur Anwendung kommen Efeu und daraus gewonnene Extrakte in der Regel in Fertigarzneimitteln.
Ein Aufguss von 1/2 TL getrocknete Blätter auf eine Tasse heißes Wasser eignet sich für die innerliche Anwendung. Das entspricht einer mittleren Tagesdosis von 0,3 g.
Wichtige Hinweise:
Der Saft frischer Efeublätter kann schwere Hautausschläge (allergische Kontaktdermatitis) hervorrufen. Bei Beschneiden der Pflanze empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Efeu gehört zu den Pflanzen, die entsprechend einer Empfehlung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit nicht für Anlagen geeignet ist, die Kindern leicht zugänglich sind.