Medikament

Medikamente sind Arzneimittel, die in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit dienen. Von Medikamenten abzugrenzen sind Arzneimittel zur Diagnose von Erkrankungen und körperlichen Zuständen  und Arzneimittel, die dem Ersatz von Körperflüssigkeiten dienen.

Medikamente müssen in Deutschland vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen werden. Nach ihrer Erhältlichkeit kann man sie unterteilen in:

  • freiverkäufliche (dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden)
  • apothekenpflichtige (dürfen nur in Apotheken abgegeben werden)
  • rezeptpflichtige (sind nur in Apotheken gegen Vorlage einer ärztlichen Verschreibung erhältlich)
  • verkehrsfähige Betäubungsmittel (sind nur in Apotheken gegen Vorlage eines Betäubungsmittelrezeptes erhältlich)

Die erwünschte Wirkung, unerwünschte Nebenwirkungen nach Einnahme oder Gabe und Wechselwirkungen wie Wirkungsabschwächung oder -verstärkung müssen im Beipackzettel ebenso wie Angaben zur Dosierung aufgeführt werden.

Medikamente haben zahlreiche Darreichungsformen:

  • oral: Tabletten, Dragees, Kapseln, Tropfen, Säfte etc.
  • sublingual: Beißkapseln, Lutschtabletten
  • rektal: Zäpfchen
  • subkutan (s.c.): Kristallsuspension
  • intravenös (i.v.): Infusion, Injektion
  • intraarteriell (i.a.): dito
  • intramuskulär (i.m.) dito
  • kutan: Cremes, Salben, Gele, Pasten
  • perkutan: Depotpflaster, Patches
  • vaginal: Vaginalzäpfchen
  • konjunktival: Augentropfen
  • nasal: Nasenspray, Nasentropfen

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