Verbessert regelmäßiges Training die Infektabwehr? Die Frage lässt sich mit einem glatten Jein beantworten. Regelmäßiges, leichtes Ausdauertraining macht das Immunsystem gegen Husten, Schnupfen und Bronchitis unempfindlich. Intensives Training im Leistungssportbereich hingegen bewirkt eher das Gegenteil. Profisportler sind häufiger krank, weil ihr Immunsystem das Dauertraining nicht gut wegsteckt. Große Anstrengungen und Erschöpfung - übrigens auch psychischer Stress - machen den Körper anfälliger für die Angriffe von Viren und Bakterien. Ein Effekt, der bis zu zehn Tage nachwirken kann.
Möglicherweise liegt die Ursache darin, dass bei hohem dauerhaftem Körperstress wichtige Immunfaktoren abnehmen. Das gilt für die in den Nasen- und Rachenschleimhäuten gebildeten Antikörper (Immunglobulin A, IgA), die Killerzellen und den Botenstoff TNF-alpha, der die Fresszellen des Immunsystems stimuliert. Im Winter trocknet zudem kalte Luft die Schleimhaut von Nase, Rachen und Bronchien aus und erschwert so den Abtransport von Kleinstpartikeln und Bakterien.
Sport ist nur was für Gesunde. Bereits bei harmlosen Erkältungen arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren und Sport würde den Körper hier unnötig schwächen. Hier ist es also Zeit für eine Trainingspause mit Ruhe und einer vitaminreichen Ernährung.