Pimpinella anisum (botanischer Name) | Anis (Name im Volksmund)
Anwendungsgebiet:
Dyspeptische Beschwerden, Katarrhe der Luftwege
Beschreibung:
Die Anispflanze ist ein einjähriges, ca. 50 cm hohes Doldengewächs. Natürliches Vorkommen gibt es im östlichen Mittelmeergebiet und Westasien. Anis wird jedoch in weiten Teilen der Welt angebaut.
Die Pflanze ist auf ist in allen Teilen behaart. Sie hat zarte Stängel, ungeteilte Grundblätter wechseln sich ab mit stark geschlitzten, weiter oben stehenden Blättern. Zahlreiche kleine weiße Blüten stehen in einer typischen Dolde, es bilden sich graugrüne, etwa 2 mm große Früchte.
Anis ist ein in der Lebensmittelherstellung und -zubereitung beliebtes Gewürz. Sein typisches Aroma macht ihn leicht erkennbar in Speisen und Getränken wie Absinth, Pernod, Pastis und Sambuca.
Wirkung:
Medizinisch verwendet wird das ätherische Öl (Anisi aetheroleum o. Oleum Anisi) oder die getrockneten Früchte (Anisi fructus). Das Öl enthält als Hauptwirkstoff trans-Anethol, dessen expektorierende, krampflösende und antimikrobielle Wirkung dokumentiert ist. Anethol stimuliert die Zilienbewegung des Bronchialepithels. Anisöl hat auch eine karminative Wirkung, wenn in geringerem Maß als z.B. Fenchel- oder Kümmelöl
Anwendung:
Die mittlere Tagesdosis, innerlich angewendet, liegt bei 3 g der getrockneten Früchte, was ca. 0,3 g ätherischem Öl entspricht. Äußerlich empfiehlt sich 5-10prozentiges ätherisches Öl. In der Homöopathie kommt Anis als Pimpinella anisum HAB 34 (die getrockneten, reifen Früchte) bei Nackenschmerzen und Hexenschuss zum Einsatz.
Wichtige Hinweise:
Bei einer Allergie gegen Anis oder Anethol sollte auf eine Verwendung verzichtet werden.