Mentha piperita (botanischer Name)

Anwendungsgebiet:

Pfefferminzöl entsprechend Kommission E:
Innerliche Anwendung bei krampfartigen Beschwerden der oberen Verdauungsorgane und Gallenwege, Reizdarm-Syndrom, Entzündungen der oberen Luftwege, Mundschleimhautentzündungen.
Äußere Anwendung bei Muskelschmerzen und nervenschmerzartigen Beschwerden und Entzündungen der oberen Luftwege.
Als Hausmittel gegen leichte unspezifische Kopfschmerzen.

Pfefferminzblätter nach Kommission E: Innerliche Anwendung bei krampfartigen Beschwerden der oberen Verdauungsorgane und Gallenwege.

Beschreibung:

Die Pfefferminze gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Sie kommt als sterile Hybride der Wasser- und Waldminze nur als Kulturpflanze vor. Seit über 200 Jahren wird sie kommerziell angebaut.

Bei der Pfefferminze handelt es sich um eine mehrjährige, gewöhnlich unbehaarte Pflanze mit bis zu 90 cm hohen, rötlichen Stängeln und lilarosafarbenen Blüten in dichten, länglichen endständigen Blütenständen. Die Variante Zitronenminze (M. x piperita var. citrata) wird in der Parfumindustrie genutzt.

Wirkung:

Medizinisch verwendet werden das aus den blühenden oberirdischen Teilen durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl, das Pfefferminzöl (Menthae piperitae aetheroleum) und die frischen oder getrockneten Blätter (Menthae piperitae folium).

Die Blätter enthalten ätherisches Öl und Gerbstoffe und haben eine am Verdauungstrakt krampflösende, galleflussfördernde und blähungstreibende Wirkung. Das Pfefferminzöl enthält Ether, freie Alkohole und Ketone und hat die verdauungsfördernden Wirkungen der Blätter, dazu kommen noch antibakterielle, schleimlösende und kühlende Effekte.

Anwendung:

Therapeutisch verwendet werden Aufgüsse der Blätter und Auszüge wie Tinkturen.
Die Tagesdosis liegt für die Blätter bei 3-6 g und für die Tinktur (EB6) bei 5-15 g. Zubereitungen werden entsprechend dosiert.
Pfefferminzöl und galenische Zubereitungen werden innerlich wie äußerlich angewendet. Die Tagesdosis bei innerer Anwendung liegt bei 6-12 Tropfen. Inhaliert wird mit 3-4 Tropfen in heißem Wasser. Bei Reizmagen liegt die Einzeldosis bei 0,2 ml, die Tagesdosis bei 0,6 ml mit magensaftresistenter Umhüllung.
Die äußere Anwendung erfolgt in Form halbfester, öliger Zubereitungen zum Einreiben mit 5-20 % Pfefferminzöl. Wässrig-ethanolische Zubereitungen mit 10-15 % und Nasensalben mit 1-5 % Pfefferminzölanteil.
Als Hausmittel kann bei Kopfschmerzen auch je ein Tropfen Pfefferminzöl in die Schläfen einmassiert werden.
In der Homöopathie wird Mentha piperita HAB 34 verwendet.

Fertigarzneimittel, die Pfefferminzöl enthalten sind z.B. Enteroplant® und Pinimenthol®.

Wichtige Hinweise:

Pfefferminzöl sollte bei Gallensteinleiden nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden. Es darf bei Kleinkindern nicht im Gesichtsbereich aufgetragen werden, da Krämpfe und Atemstillstand drohen.

Pflichtangaben

Umckaloabo®. 8 g/10 g Flüssigkeit. Für Erwachsene und Kinder ab 1 Jahr. Wirkstoff: Pelargonium sidoides-Wurzeln-Auszug. Anwendungsgebiete: Akute Bronchitis (Entzündung der Bronchien). Enthält 12 Vol.-% Alkohol. Umckaloabo® 20 mg Filmtabletten. Für Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre. Wirkstoff: Pelargonium-sidoides-Wurzeln-Auszug, getrocknet. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung der akuten Bronchitis (Entzündung der Bronchien). Umckaloabo® Saft für Kinder. 0,2506 g / 100 g Sirup. Für Kinder von 1 bis 12 Jahre. Wirkstoff: Pelargonium sidoides-Wurzeln-Auszug, getrocknet. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung der akuten Bronchitis (Entzündung der Bronchien).  Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. ISO-Arzneimittel – Ettlingen.