Tussilago farfara (botanischer Name) | Brustlattich (Name im Volksmund)

Anwendungsgebiet

Entsprechend Kommission E: Akute Katarrhe der Luftwege mit Husten und Heiserkeit, akute und leichte Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Volksmedizinisch auch zur Wundheilung.

Beschreibung

Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Er kommt überall in Europa auf rutschenden Hängen, feuchten, lehmigen Böschungen, an Straßen und Dämmen vor.

Huflattich ist eine krautige Pflanze, die bis zu 30 cm hoch wächst. Sie treibt aus einem Wurzelstock mit kriechenden unterirdischen Wurzelausläufern. Im der Vorfrühlingszeit (Februar-April) erscheinen zunächst die 10-15 cm hohen, behaarten Blütenschäfte mit den einköpfigen, goldgelben Blüten. Die Blätter des Huflattichs erscheinen erst nach der Blüte und sind, wie der Name andeutet, hufeisenförmig. Sie haben einen Durchmesser von 20-30 cm und sind leicht gezahnt. Anfangs sind sie auf beiden Seiten von einem weißen Filz bedeckt, der später von der Oberseite verschwindet.

Der seit der Antike für seine Heilkraft bekannte Huflattich war 1994 Heilpflanze des Jahres.

Wirkung

Verwendete Pflanzenteile sind die im Mai und Juni gesammelten frischen oder getrockneten Blätter (Farfarae folium). Sie enthalten Polysaccharide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Zudem enthalten sie je nach Standort unterschiedliche Mengen Pyrrolizidinalkaloide mit einem 1,2-ungesättigten Necingerüst und deren N-Oxide.

Huflattich wirkt schleimlösend, entzündungshemmend, adstringierend und auswurfördernd.

Anwendung

Innerlich: Teeaufguss (2 TL Blätter auf 1 Tasse kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen), Huflattichsirup (Huflattichblätter und Zucker abwechselnd in ein Gefäß schichten, das zugebunden für 8 Wochen in die Erde eingegraben wird; vergorene Masse durch ein Leinentuch seihen und kurz aufkochen).

Tee und Sirup sollten wegen der Pyrrolizidinalkaloide nicht länger als 6 Wochen pro Jahr eingenommen werden.

Die mittlere Tagesdosis liegt bei 4,5-6 g Huflattichkraut. Der Pyrrolizidinalkaloid-Gehalt darf bei Aufgüssen 10 μg und bei Zubereitungen und Extrakten 1 μg nicht überschreiten.

Fertigarzneimittel enthalten nur minimale Anteile Pyrrolizidinalkaloide und sind der Wildpflanze vorzuziehen.

Äußerlich: Frische Huflattichblätter werden traditionell als Wundkraut verwendet.

Wichtige Hinweise

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Huflattich nicht verwendet werden.

Pflichtangaben

Umckaloabo®. 8 g/10 g Flüssigkeit. Für Erwachsene und Kinder ab 1 Jahr. Wirkstoff: Pelargonium sidoides-Wurzeln-Auszug. Anwendungsgebiete: Akute Bronchitis (Entzündung der Bronchien). Enthält 12 Vol.-% Alkohol. Umckaloabo® 20 mg Filmtabletten. Für Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre. Wirkstoff: Pelargonium-sidoides-Wurzeln-Auszug, getrocknet. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung der akuten Bronchitis (Entzündung der Bronchien). Umckaloabo® Saft für Kinder. 0,2506 g / 100 g Sirup. Für Kinder von 1 bis 12 Jahre. Wirkstoff: Pelargonium sidoides-Wurzeln-Auszug, getrocknet. Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung der akuten Bronchitis (Entzündung der Bronchien).  Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. ISO-Arzneimittel – Ettlingen.