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01.07.2010
Foto: ap/ Ronald Leine

Wenn der Holzbock Blut saugt

Sie heißen Gemeiner Holzbock, Bunt- oder auch Auwaldzecke: Sie sind klein und jetzt im Frühjahr oder zeitigen Sommer verstecken sie sich im sprießenden Gras oder im Gebüsch. Wenn Zecken sich aber erst einmal auf der Haut von Menschen, Hunden oder Katzen festbeißen, kann dies einen Ausflug ins Grüne jäh unterbrechen. Der Biss der Zecke verursacht in aller Regel nämlich lästigen Juckreiz und eine Schwellung. Schlimmer noch sind die kleinen Blutsauger aber als Überträger durchaus gefährlicher Krankheiten: Sie können Babesiose, Borreliose oder Ehrlichiose übertragen. Das Robert-Koch-Institut in Berlin schätzt, dass heute etwa jede dritte Zecke in Deutschland die Borreliose-Erreger in sich trägt.

Ob ein Zeckenbiss tatsächlich zur Erkrankung führte, erkennen Betroffene an den Symptomen einer Infektion: Fieber, schmerzhafte Schwellungen der Gelenke, Lethargie oder Lahmheit. Die Krankheit kann, sofern sie nicht behandelt wird, zudem das Nervensystem oder innere Organe angreifen. Daher raten Ärzte: Eine Borreliose-Infektion sollte immer antibiotisch behandelt werden.

Weil Zecken durch die zunehmend wärmer werdenden Winter auch bei uns angenehmere Lebensbedingungen vorfinden, breiten sich die lästigen Tierchen in unseren Breiten seit Jahren immer weiter aus. Die Infektionsgefahr überzieht das Land daher nach und nach von Süden nach Norden. In Arztpraxen oder Apotheken informieren daher Plakate über die aktuellen Verbreitungsgebiete infizierter Zeckenpopulationen.
Weitere Informationen zu Zecken bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier.