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02.06.2010
Hilfe: Gegen Depressionen wirkt Sport (Foto: Rainer Sturm)

Sport stärkt schwache Seelen

Schon zwei- bis dreimal pro Woche reichen aus: Wer seinen Körper regelmäßig trainiert, schützt zugleich seine Seele. Was Ärzte bislang nur vermutet hatten, bestätigen jetzt Forscher der Universität Tübingen. Im Fachblatt „International Journal of Neuropsychopharmacology“ beschreiben die Mediziner, dass konsequenter Ausdauersport im Körper Substanzen freisetzen kann, die unsere Stimmung aufhellen. Sie bestätigen damit, dass Sport Depressionen verhindern oder zumindest mildern kann.

Die Forscher maßen dazu im Blut von Versuchsteilnehmerinnen, die längere Zeit schon über Depressionen klagten, die Konzentration von BDNF (brain-derived neurotropic factor). Sie stellten fest, dass diese Konzentration schon nach einer halben Stunde Strampeln auf einem Fahrrad-Ergometer deutlich erhöht war. Die biochemische Substanz aber gilt – wenn sie dem Organismus mangelt – als wichtiger Auslöser der psychischen Krankheit. Die Tübinger Forscher erkannten, dass Ausdauersport den Pegel dieses so wichtigen Botenstoffs im Körper ihrer Patienten wieder auf ein Normalniveau anhob, wie gesunde Menschen ihn besitzen. Die Forscher schließen aus ihrem Versuch: „Regelmäßiger Sport ist chemisch nachweisbar gesund.“