In der Regel ist eine Mandelentzündung, auch Angina tonsillaris oder kurz »Tonsillitis« genannt, eine akute bakterielle Entzündung der Gaumenmandeln. Meistens sind Streptokokken die Auslöser einer Mandelentzündung. Es können aber auch Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Staphylokokken und andere bakterielle Erreger vorkommen.
Die häufigsten Beschwerden bei einer Mandelentzündung sind Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und schmerzhafte Schluckbeschwerden, manchmal auch Fieber.
Tritt hohes Fieber auf, ist der Gang zum Arzt dringend anzuraten. Stellt er bei seiner Untersuchung neben einer Rötung und Schwellung auch einen weißlichen Belag oder weiße Stippchen auf den Mandeln fest, wird er möglicherweise Antibiotika verordnen. Besteht der Verdacht auf einen Befall mit unüblichen Bakterien, gibt ein Labortest Aufschluss über die auslösende Bakterienart. Danach kann das geeignete Präparat verschrieben werden. Dieses muss auf jeden Fall nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. Ein vorzeitiges Absetzen kann das Wiederaufflammen der Infektion und eine Resistenzbildung bei den Bakterien zur Folge haben.
Auftretendes Fieber senken Arzneimittel aus der Apotheke, die gleichzeitig auch die begleitenden Schmerzen lindern. Eine bewährte Alternative gegen das Fieber sind Wadenwickel. Körperliche Schonung, leichte, vitaminreiche Kost und reichlich Flüssigkeit können die Genesung unterstützen.