Darunter versteht man die Entzündung der Nasennebenhöhlen. Diese sind im Normalfall gut belüftet. Bei einem virenbedingten Schnupfen sind auch die Nasennebenhöhlen in vier von fünf Fällen betroffen. Schwellen ihre Schleimhäute an, kommt es zum Sekretstau, und weitere Krankheitserreger wie z.B. Bakterien können sich vermehren. Eine Sinusitis erkennt man typischerweise an Symptomen wie eitriger Schnupfen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, die sich beim Bücken verstärken, Abgeschlagenheit und gelegentlich auch Fieber.
Ziel der Behandlung einer Sinusitis ist die Belüftung der Nasennebenhöhlen. Bei einer akuten Entzündung helfen abschwellende Nasentropfen oder Nasenspray, die Zugänge zu den Nebenhöhlen wieder zu öffnen. Schleimlösende Medikamente verflüssigen das Sekret, damit dieses besser abtransportiert werden kann. Einen ähnlichen Effekt haben Nasensprays, Nasenspülungen und Inhalationen mit 0,9-prozentigem Salzwasser. Viel trinken hilft ebenfalls, den Schleim zu verflüssigen. Drei bis vier Liter Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte sind ideal.
Wenn sich die Symptome nicht bessern oder gar verschlechtern, ist ein Arzt aufzusuchen. Dieser kann feststellen, ob vielleicht eine bakterielle Infektion der Nebenhöhlen hinzugekommen ist. In diesem Fall wird er entscheiden, ob eine Antibiotikatherapie sinnvoll ist.