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09.12.2011

Atemwegsinfekte!

Was ist denn eine XYitis?

Es hat Sie wieder einmal kalt erwischt: ein Atemwegsinfekt. Doch was meinte der Arzt, als er sagte, Sie hätten eine XYitis? Oder was bedeutet denn die Diagnose mit der markanten Endung „… itis“ auf der Krankschreibung genau?

Den Begriff Bronchitis, ein zusammengesetztes Wort, kennt jeder. „Bronch…“ steht für die Bronchien, also die Luftwege in unseren Lungen. „… itis“ weist auf eine Entzündung hin. Bronchitis ist also eine Entzündung der Bronchien.

Eine akute Bronchitis wird – wie alle Atemwegsinfekte – zum Großteil durch Viren verursacht. Diese befallen aber nicht direkt die Bronchialschleimhaut. Vielmehr hat die Infektion meist ihren Anfang im Nasen-/Rachenraum, weil dort der Erstkontakt der eingeatmeten Erreger mit der Atemwegsschleimhaut erfolgt.  Dort entsteht dann eine so genannte Rhinopharyngitis. Dieses Wort ist eine Kombination aus Rhinitis, einer Entzündung der Nasenschleimhaut, und aus Pharyngitis, einer Entzündung des Rachens (Pharynx). Daraus ergibt sich, dass zu den Anfangssymptomen einer Bronchitis – neben dem für alle Atemwegsinfekte typischen Gefühl der Abgeschlagenheit –  Schnupfen und/oder Halsschmerzen zählen.

Vom Nasen-/Rachenraum werden die Erreger nun verschleppt. Erfolgt dies nach oben – der Arzt nennt dies eine aufsteigende oder auch aszendierende Infektion – kommt es zur Sinusitis. Dieser Begriff beschreibt eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinus): genauer gesagt der Kieferhöhlen, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen und/oder Keilbeinhöhle. Eine weitere Möglichkeit ist die Otitis media, die vor allem bei Kleinkindern häufige Mittelohrentzündung. Hier gelangen Viren oder Bakterien über die sogenannte Eustachi-Röhre aus dem Nasen-Rachenraum (der auch als Nasopharynx bezeichnet wird) ins Mittelohr.

Erfolgt der interne Erregerverkehr in die andere Richtung, handelt es sich um eine absteigende, d.h. eine deszendierende Infektion. So folgt auf die Rhinopharyngitis gerne eine Tonsillitis: eine Entzündung der Rachenmandeln, der Tonsillen, die ordentlich für Halsschmerzen sorgt. Nächste Station ist dann der Kehlkopf, auch Larynx genannt. Dort ist das Spielfeld der Laryngitis, die durch die resultierende Heiserkeit kaum zu überhören ist. Da die Laryngitis häufig mit einer Entzündung des Rachens vergesellschaftet ist, spricht der Arzt auch gerne von einer Laryngopharnygitis.

Nun werden die Bronchien erreicht, wo es – über den beschriebenen „Symptomweg“ – zur Bronchitis kommt.

Wird spätestens jetzt nicht adäquat gehandelt, besteht nicht nur bei Menschen mit reduzierter Immunabwehr, insbesondere Säuglingen, Kleinkindern, älteren Personen und solchen mit schweren Allgemeinerkrankungen (vor allem Asthma, COPD und bestimmte Herzerkrankungen) die Gefahr, dass die Infektion auf das Lungengewebe übergreift. Durch die Viren oder die durch das vorgeschädigte Gewebe leicht nachrückenden Bakterien kommt es zur Pneunomie, der Lungenentzündung. Diese Entzündung ohne „itis“ am Ende, zählt bis heute zu den vital bedrohlichen Infektionen und ist selbst im Krankenhaus schwierig zu behandeln.

Wichtig ist bei Atemwegsinfekten generell, auf die unnötige Einnahme von Antibiotika zu verzichten. Denn, wie bereits ausgeführt, sind in den allermeisten Fällen Viren der Auslöser. Und Antibiotika wirken nur gegen Bakterien. Deren unnötige und falsche Verwendung fördert die Entwicklung von Resistenzen. Die Folge ist, dass dann bei tatsächlichen schweren bakteriellen Infektionen, wie der bakteriellen Lungenentzündung, viele Antibiotika nicht mehr wirken. Übrigens: Folgt einer Virusinfektion eine bakterielle Infektion spricht man von einer Sekundär- oder auch einer Superinfektion.

Effektive und zugleich gut verträgliche Hilfe bei viralen Infekten, insbesondere bei der Bronchitis und ihren Begleit- und Vorinfekten, verspricht die Anwendung eines pflanzlichen Antiinfektivums mit antiviralen, antibakteriellen und schleimlösenden Eigenschaften.

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