In der Vergangenheit wurde Umckaloabo® mehrfach als Beispiel für "Biopiraterie" herangezogen und der Sachverhalt einseitig und verzerrt dargestellt. Im Sinne einer transparenten Informationspolitik und der sachlichen Aufklärung der Öffentlichkeit möchten wir daher folgendes klarstellen:
Die Herstellung von Umckaloabo® sowie der Handel mit dem pflanzlichen Rohstoff, der Wurzel von Pelargonium sidoides, geschieht im Einklang mit den gültigen rechtlichen Vorgaben und in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen südafrikanischen Behörde, dem Umweltministerium.
Wir haben mit den offiziellen Vertretern der südafrikanischen Communities, die für uns Pelargonium-sidoides-Wurzeln sammeln, Verträge zum Zugang zur Ressource und zum gerechten Vorteilsausgleich (Access and Benefit Sharing Agreements) geschlossen, so wie dies im National Environmental Management Biodiversity Act (NEMBA) der Republik Südafrika vorgeschrieben ist.
Darüberhinaus sammeln wir nur auf Basis von Sammelgenehmigungen der lokalen Naturschutzbehörden.
Wir stellen in Zusammenarbeit mit südafrikanischen Wissenschaftlern und der Umweltschutzbehörde (South African National Biodiversity Institute (SANBI)) sicher, dass eine Gefährdung der Pflanzenart durch Ernteaktivitäten auszuschließen ist . Dazu wurde auch ein Management-Plan veröffentlicht, der die Nachhaltigkeit der Wildsammlung regelt. Dieser belegt eindeutig, dass die Wildbestände der Pflanze durch unsere Art und Weise der Sammlung nicht gefährdet sind.
Die Sammler werden vorab speziell geschult. So muss beispielsweise ein Teil der Wurzel bei der Ernte im Boden verbleiben, damit die Pflanze nachwachsen kann. Nach der Schulung erhalten die Sammler einen sogenannten 'harvester's passport', der Voraussetzung für den Ankauf von Wurzelmaterial ist.
Der Preis, den wir für das Wurzelmaterial zahlen, ist mit den Vertretern der Communities verhandelt, zusätzlich wird ein mit den Communities und dem zuständigen Ministerium verhandelter Benefit-Sharing-Zuschlag bezahlt, der direkt an die Communities fließt und dort für Projekte eingesetzt wird. Dadurch leisten wir einen nachhaltigen Beitrag für die Verbesserung der sozioöokonomischen Verhältnisse in den Communities, z. B. können davon Schulgelder bezahlt, Kindergärten unterstützt und landwirtschaftliche Projekte gefördert werden.
Neben unseren Benefit-Sharing-Aktivitäten, die direkt den Communities zugute kommen, engagieren wir uns schon seit Jahren in verschiedenen weiteren Projekten - getragen von unserer sozialen Verantwortung gegenüber dem Herkunftsland von Pelargonium sidoides und seiner Bevölkerung.
Um unser soziales Engagement noch weiter auszubauen, haben wir im September 2010 die "Umckaloabo-Stiftung - Für eine gesunde Zukunft“ gegründet. Die Stiftung fördert derzeit den Bau eines Pfadfinderzentrums in Nelspruit mit einer Summe von 1 Mio. Euro. Weiterhin unterstützen wir Kinderheime in Lesotho und Südafrika sowie Schulprojekte zum Capacity Building im Eastern Cape. Weitere Aktivitäten sind in Planung.
Wir legen als Familienunternehmen besonderen Wert auf ethisch und rechtlich korrektes Handeln. Faire und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie ein nachhaltiger Umgang mit der natürlichen Ressource sind Voraussetzung unserer unternehmerischen Tätigkeit. Sie sichern den Markterfolg von Umckaloabo® und ermöglichen auch in der Zukunft einen Vorteilsausgleich mit Südafrika.